Köln: 11.–14.05.2027 #interzum

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Erwartungen an den Möbelmarkt

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Welche Erwartungen haben Experten und Verbände an die Entwicklung des Möbelmarktes? Ein Blick auf aktuelle Handelsdynamiken, globale Marktprognosen und zukunftsweisende Einrichtungstrends.

Der internationale Markt für Möbel unterliegt einer großen Veränderungsdynamik. © Koelnmesse GmbH

Dynamisches Marktumfeld

Der globale Möbelmarkt befindet sich 2026 in einem herausfordernden und sich rasch wandelnden Umfeld. Angesichts der enormen Veränderungsdynamik stellen sich Unternehmen der Möbelbranche neu auf. Hersteller minimieren Risiken, verlagern ihre Lieferketten und vermeiden Überproduktion. Neue Möglichkeiten bieten die zunehmende Automatisierung und die Einführung von Künstlicher Intelligenz zur Optimierung der Produktion und Logistik.

Das eigene Zuhause wird mit langlebigen Möbeln aufgewertet. © DGM/RMW Wohnmöbel

Weltweiter Wachstumskurs

Aktuelle Marktprognosen gehen weltweit von einem Wachstum der Möbelbranche für die Zukunft aus. So erwartet zum Beispiel die Datenplattform Statista eine jährliche Wachstumsrate von 3,07 Prozent bis 2030. Andere internationale Institute gehen von ähnlichen Wachstumsraten aus. Der höchste Umsatz im Jahr 2026 wird laut Statista in den USA erzielt, was deren Marktbedeutung im Möbelsektor hervorhebt. Als Wachstumstreiber werden unter anderem eine zunehmende Fokussierung auf Gesundheit und Nachhaltigkeit oder der Wandel von Arbeitsumgebungen betrachtet.

Das Segment der Wohnzimmermöbel dominiert den umsatzstärksten US-Markt. © Koelnmesse GmbH / LINTUR

Veränderter Fokus von Konsumenten

Ein dominierendes Segment innerhalb des Marktes sind Wohnmöbel. Das hat unter anderem mit einem veränderten Konsumverhalten zu tun. „Wir erleben gerade, dass sich aufgrund der geopolitischen Krisen die Konsumausgaben verschieben: Einschränkungen bei den Urlaubsdestinationen und steigende Mobilitätskosten verändern den Fokus der Verbraucherinnen und Verbraucher und werten das eigene Zuhause auf“, so Jan Kurth, Geschäftsführer der Verbände der Deutschen Möbelindustrie.

Jan Kurth, Geschäftsführer der Verbände der Deutschen Möbelindustrie. © Koelnmesse GmbH / Kathrin Vogt

Chancen für die Marktbelebung

Die Nachfrage nach Möbeln ist daher eng mit der Entwicklung des Wohnungsmarktes verknüpft. Dessen Belebung trägt auch zu einer Belebung der Möbelbranche bei. Weltweite Maßnahmen zur Ankurbelung des Wohnungsbaus werden sich langfristig auf die Fertigungszahlen auswirken. So ist zum Beispiel in Deutschland ein aktueller Anstieg der Baugenehmigungszahlen zu beobachten. „Neben der Einrichtung von Neubauten rechnen wir uns Chancen im Renovierungsgeschäft aus“, so Jan Kurth. Auch die Ausstattung von Büros, Gastronomie und Hotels bietet großes Wachstumspotenzial.

Die Individualisierung von Produkten bei Farb- und Materialwahl ist ein Zukunftsthema. © Koelnmesse GmbH / LINTUR

Einfluss von Einrichtungstrends

Wie sich der globale Möbelmarkt entwickelt, ist auch von Wohn- und Einrichtungstrends geprägt. Ein Schlüsselthema wird dabei in nachhaltigen Produkten gesehen. Möbelhersteller können hier unter anderem mit der Langlebigkeit der Produkte und dem Einsatz regenerativer Energien punkten. Weiterhin spielt auch die optimale Nutzung des vorhandenen Raums eine Rolle. Gerade jüngere und städtische Zielgruppen planen bei der Einrichtung häufiger kompakt, modular und multifunktional. Gefragt sind Produkte, die sich an persönliche Bedürfnisse anpassen lassen.

Jüngere suchen beim Möbelkauf eher kompakte, modulare und multifunktionale Lösungen. © AMK

Anforderungen beim Möbelkauf

Unterschiedliche Anforderungen beim Möbelkauf haben ebenfalls einen Markteinfluss. Eine aktuelle YouGov-Umfrage für die Koelnmesse zeigt: Gen Z sucht eher flexible und platzsparende Lösungen, Millennials wollen Design mit Nutzwert, Generation X sucht Produkte für Ordnung, Robustheit und Mehrfachnutzung und Best Ager investieren gezielt in komfortable Möbel. Für die Zukunft sind sowohl kompakte, flexible Konzepte für urbane Haushalte als auch komfortorientierte, servicegetriebene Lösungen gefragt. Generell müssen Möbel künftig noch mehr ihre Alltagstauglichkeit nachvollziehbar machen.

Zukunftsstrategien für Zulieferer

Für Zulieferer im Möbel- und Innenausbau ergeben sich aus alldem zentrale Fragen: Wie werden sie resilienter für dynamische Marktentwicklungen? Wie optimieren sie eigene und gemeinsame Prozesse? Wie sehen Strategien und die Wertschöpfung der Zukunft aus? Welche Antworten die internationale Zulieferindustrie darauf findet, wird die kommende interzum zeigen. Vom 11. bis zum 14. Mai 2027 kommen in Köln wieder alle zusammen, die sich über Trends und Neuheiten für die Möbelfertigung und das Interior Design informieren wollen. Mit ihrer hohen Internationalität und Innovationsdichte bietet die Messe dann wieder vielfältige Impulse für die Zukunft der Branche.